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084: New Work ... und dann? Kulturentwicklung bei Axel Springer

Florian Klages, Johannes Burr
Special Guest Florian Klages, Johannes Burr

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Florian Klages und Johannes Burr 
084: New Work ... und dann? Kulturentwicklung bei Axel Springer SE

 

Die Transformation des Axel Springer Konzerns vom printlastigen Verlagshaus zum Digitalpionier mit über 80 Prozent Umsatz- und Ertragsanteil digitaler Geschäftsmodelle ist für viele eine Erfolgsgeschichte mit Vorbildcharakter. Was aber macht das mit der Unternehmenskultur? Oder macht eine neue Kultur so eine Entwicklung überhaupt erst möglich? Florian Klages und Johannes Burr haben die letzte Dekade des Wandels komplett miterlebt und mitgestaltet. Heute führen sie maßgeblich den Bereich "People and Culture" (Formel known as Human Resources) des diversen Gesamtkonzerns mit seinen über 16.000 Mitarbeitern. Im MoTcast mit Audiograf Ingo Stoll reden sie über ihr Verständnis von New Work, die aktuelle Strategie und wie ihre Zukunft moderner Arbeit aussehen wird.

 

 

"Angesichts des exponentiellen technologischen Fortschritts müssen wir noch viel mehr über den Mensch und das Menschsein an sich reden." (FK)
 

 

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Über Florian Klages

Florian Klages‘ Laufbahn begann bereits 2007 bei Axel Springer als Trainee in der Geschäftsführung der B.Z. – nun ist er neuer Leiter People & Culture bei der Axel Springer SE mit über 16.000 Mitarbeiter. Der 37-jährige Diplom-Kaufmann war bisher Managing Director Qualitiy Division bei Media Impact. Zur Geschäftsleitung von Media Impact kam Florian Klages im April 2016 und verantworte zunächst das Marketing der überregionalen und regionalen Zeitungen. Davor war er als Managing Director Print für die operative Entwicklung der BILD-Zeitung verantwortlich und als Geschäftsführer für die B.Z. zuständig. 

 

Über Johannes Burr

Der Volljurist mit EMBA in Medienmanagement ist seit Ende 2009 bei der Axel Springer SE tätig. Heute ist er dort Head of Collaboration, Learning & Transformation. Er befasst sich seit Mitte 2013 als Leiter Change Management vor dem Hintergrund des rasanten strukturellen Wandels der Medienbranche intensiv mit dem Transformationsprozess vom ehemals traditionellen Medienunternehmen hin zum führenden digitalen Verlag und den sich daraus ergebenden Fragestellungen. Für den zertifizierten Scrum Master stehen dabei neben der Mitarbeiterbefähigung und der Begleitung von Veränderungsprozessen auch die Implementierung agiler Arbeitsweisen, Social Collaboration und Enterprise 2.0 im Fokus seiner Arbeit. Die aus seinem Bereich heraus initiierte Change Management Initiative „move“ wurde mit dem European Change Communications Award und dem HR Excellence Award ausgezeichnet. Seit 2015 verantwortet er darüber hinaus als Leiter Personalmarketing auch die Bereiche Employer Branding, Hochschulmarketing, sowie die Einstiegsprogramme der Axel Springer SE.

 

Die Neue Arbeitswelt bei Axel Springer

Wie sieht sie aus, die schöne neue Arbeitswelt? Wie Schreibmaschine, Fax und Telefon vor wenigen Jahrzehnten den Arbeitsalltag veränderten, so wandelt sich das heutige Zusammenarbeiten durch Digitalisierung, Globalisierung und einen gesellschaftlichen Wertewandel. Es gilt, Arbeit neu zu denken. In einem Kontext, der Wertschöpfung so versteht, jeden Mitarbeiter dazu zu befähigen, sein Potential zu entfalten und in etwas Höheres zu wandeln.

Dieser Aufgabe stellt sich Axel Springer nicht erst seit Kurzem. Als einer der ersten deutschen Verlage hat sich das Unternehmen dieser kulturellen Transformation geöffnet und mit der mutigen Übersetzung analoger Geschäftsmodelle ins Digitale auch für ein wirtschaftlich solides Fundament gesorgt. Auf das lässt sich bauen und dabei noch stärker auch solche Erfolgskomponenten ins Blickfeld rücken, die sich nicht in „Key Performance Indicators“ (KPIs) ausdrücken lassen.

Um das vielfältige Panorama zur neuen Arbeit sukzessive mit Farbe zu füllen, orientiert sich Axel Springer am Dreiklang „Mensch“, „Raum“ und „Technologie“. Wie kann Arbeit nachhaltig, wertschätzend und sinnstiftend sein? Nicht nur für den Mitarbeiter selbst, sondern auch für das Team, das Unternehmen und die Gesellschaft? Und wie kann die Kultur eines Unternehmens dazu beitragen, indem sie sowohl Anker als auch Wegweiser ist? Wie kann der Raum als Werkzeug verstanden werden und eine Umgebung bieten, die zu mehr Kreativität, Innovation und Produktivität befähigt? Und welche Rolle spielt Technologie dabei?

Diesen und weiteren Fragen geht Axel Springer auf der Reise in die Arbeitswelt der Zukunft nach – bei neugeschaffenen Eventformaten wie dem „New Work Roundtable“ oder im neuen Podcast inside.pod – einem Audio-Angebot zum Thema „New Work“.

Quelle: www.axelspringer-neubau.de/new-work/

 

Zitate und Statements aus der Sendung

"Es gab damals das große Konzernziel, dass man bis 2020 50 Prozent der Konzernerlöse digital haben wollte. Wir dachten, das ist vollkommen illusorisch. Und jetzt haben wir 2019 und sind signifikant bei über 75 Prozent." (FK)
 
"Wir haben mit dem Einzug des Privatfernsehens 1985 erfahren, was der Einzeug neuer Medien bedeutet." (FK)
 
"HR bedeutete die Verwaltung von Humankapital ... ein furchtbares Bild, wenn man es sich mal wirklich vor Augen hält." (JB)
 
 
 
 
"Das ist alles noch nicht Ewigkeiten her und fühlt sich trotzdem an, als wenn es aus einer anderen Zeit wäre." (JB)
 
"Ich möchte - was agiles Arbeiten angeht - eine Beweislastumkehr. Mir muss erstmal jemand erklären, warum etwas ausnahmsweise nicht agil sein kann." (JB)
 
"Das ist jetzt auch nicht so, dass man überall komplett agil ist. Das ist jetzt hier nicht Agilitäts-Happy-Happy-Wonderland." (FK)
 
"Das USP, das wir als Konzern haben, ist der sehr, sehr gut trainierte Veränderungsmuskel." (FK)
 
 
"Veränderung ist per se mega anstrengend. Aber wie stünden wir wohl heute da, wenn wir damals vor 10-15 Jahren nicht die Veränderungen eingeleitet hätten? Dann würde es uns jetzt deutlich schlechter gehen. Das macht Mut, wenn man für die Zukunft wieder Veränderungen angehen muss." (JB)
 
"People & Culture ... der Name stand am Ende eines langen Prozesses. Das Umbenennen einer Abteilung alleine wäre super einfach und nur alter Wein in neuen Schläuchen, wenn nicht auch eine Änderung des Selbstverständnisses, eine andere Herangehensweise und Verantwortung damit einhergehen würden." (JB)
 
"People & Cultre ist Anspruch und Verpflichtung gleichermaßen." (JB)
 
"Am Anfang wurden wir ausgelacht dafür. Das war der Running Gag auf den Fluren." (FK)
 
 
"Wir müssen den Menschen als Ganzes sehen und ihm die Möglichkeit geben, Erfüllung in dem zu finden, was er tut." (JB)
 
"Gib den Leuten Spaß und Freude an der Arbeit und hab nicht trotzdem Erfolg, sondern deshalb." (JB)
 
"Man muss als Führungskraft nicht alle Antworten haben." (FK)
 
"Was Axel Springer ausmacht ist die Diversität von Kulturen. Es gibt 234 Marken und Gesellschaften und nicht DIE EINE Axel Springer Kutur." (JB)
 
 
Auch die Räume werden sich (weiter) verändern - im Neubau des Axel Springer Campus in Berlin
 
 
"Wir müssen nicht nur das Geschäftsmodell digitalisieren, sondern die ganze Art des Arbeitens anders sehen." (JB)
 
"New Work? Wir reden inzwischen lieber über modernes, zeitgemäßes Arbeiten. Es ist nicht New vs. Old. Es geht uns nicht darum, den Begriff zu verteidigen, sondern um die dahinterstehenden Werte und Prinzipein." (JB)
 
"Axel Springer hat eine glasklare 96 auf meiner Frithjof Bergmann Skala." (FK)
 
"Ich war noch nie so nah bei mir, wie in diesem Job." (FK)

 

Wenn ich New Work übersteuere, ist es ein Schmerz." (JB)
 
"Menschen mitnehmen? Das ist so Personalerdeutsch. Das ist kein modernes Menschenbild, sondern eines von Lemmingen. Man muss Menschen die Gelegenheit geben, selber zu gestalten." (JB)
 
"Wobei ich sagen würde, dass es eine gewisse Größe gibt, die nicht bereit ist, Veränderungen mitzutragen und Vertrauen zu entwickeln." (FK)
 
 
MoTcast mit Kuchen und Kerze bei Axel Springer an meinem Geburtstag :).
 
 
"Die klassische Hierarchie wird kurzfristig nicht aussterben, weil wir viel zu viele Herausforderungen haben und viel zu stark dort sozialisiert sind." (FK)
 
"Hierarchie hat ihre Berechtigung und Vorteile. Sie darf nur einer Organisation nicht jegliche Geschwindigkeit berauben." (JB)
 
"Es steigt nur der Druck? Es steigen die Komplexität und Herausforderungen - allerdings auch die Dynamik des Spiel und die Möglichkeiten. Das kann man als Druck empfinden. Das kann man aber auch als großes Gestaltungsfenster empfinden." (JB)
 
"Es ist ein neues Betriebssystem notwendig, damit wir zusammenarbeiten und damit alles im Einklang ist." (FK)
 
"Der zentrale Begriff der Freiheit ist das, was Axel Springer im Kern zusammenhält." (FK)
 
"Künstliche Intelligenz und generell das Zusammenspiel von Mensch und Technik - und zwar positiv gestaltet - das wird uns zukünftig sehr stark beschäftigen." (JB)
 
 
 
Aus dem Manifest: "Was wir sind und was wir wollen" 
 
 

Links zur Sendung

 

Mein Dank gilt Florian und Johannes für ihre Zeit, Offenheit und vor allem für die nette Geburtstagsüberraschung beim Recording!

 

 

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