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078: Bauen 4.0 - Revolution mit Selbst-Bewusstsein, Vertrauen und Kollaboration

Hubert Rhomberg
Special Guest Hubert Rhomberg

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Hubert Rhomberg
078: Bauen 4.0 - Revolution mit Selbst-Bewusstsein, Vertrauen und Kollaboration

 

Nicht erst seit seinem Buch 'Bauen 4.0 - Von Ego- zum LEGO-Prinzip' gilt der Österreicher Bauunternehmer Hubert Rhomberg als Visionär und Pionier einer Branche, die seit 100 Jahren mehr oder weniger in identischer Weise produziert und zusammenarbeitet. Die Digitalisierung eröffnet neue Potenziale, diese Branche nun zu revolutionieren. Das Ziel von Rhomberg ist dabei klar: Den Materialeinsatz um 90 Prozent reduzieren und Zukunft mit Werten schaffen, die jenseits aller technologischen Veränderungen Bestand haben. Dabei setzt er mit seinen über 2.800 Mitarbeitern auf Transparenz und Kollaboration. Im #MoTcast Talk mit Audiograf Ingo Stoll spricht er über die Relevanz von Wahrnehmung und Selbst-Bewusstsein, Vertrauen als Managementkonzept und seine Vision des Bauens 4.0 als geteilte Mission mit Hilfe seiner Plattform CREE.

 

 

 

"Es ist unglaublich, was wir alles erreichen können, wenn wir nur unser Wissen teilen."

 

 

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Über Hubert Rhomberg

Hubert Rhomberg übernimmt 2002 in vierter Generation das Familienunternehmen der international tätigen und in Bregenz, Österreich, ansässigen Rhomberg Gruppe. Acht Jahre später gründet er eine Firma, um sich und dem Lebenswerk seiner Vorväter Konkurrenz zu machen. Er plant nicht weniger, als das größte Bauunternehmen der Welt zu schaffen – indem er sich von Traditionen löst. Statt Maurer oder Poliere sucht er Software-Entwickler und Lichtdesigner. Keine Bau-, sondern eine Zusammenbaufirma soll entstehen – im ganz praktischen, aber auch übertragenen Sinne. Der Besuch bei der fünftgrößten Baufirma Österreichs in Bregenz am Bodensee könnte interessant werden. Der Name Rhomberg steht für nachhaltiges Bauen ebenso wie für nachhaltige Mobilität und Ressourcenproduktivität.

Bmst. DI Hubert Rhomberg leitet als Geschäftsführer der Rhomberg Holding GmbH die international tätige und in Bregenz ansässige Unternehmensgruppe. Seine operative Tätigkeit ergänzt er durch die aktive Beteiligung an Forschungsprojekten und seiner Tätigkeit als Vortragender zu den Themen Bauen der Zukunft, Mobilität, nachhaltiges Wirtschaften und bewusster Führung. 2015 erschien zudem sein Buch „Bauen 4.0 – Vom Ego zum Lego-Prinzip“.

Nach dem Diplom-Ingenieurs-Studium an der TU Wien arbeitete Hubert Rhomberg bei der Strabag in Linz und Wien, bevor er 1998 seinen Weg im Familienunternehmen mit der Leitung der Abteilung für Tiefbau und dem Ausbau des Bereichs Bahntechnik begann. Aktuell arbeitet er am Ausbau einer digitalen Abwicklungs-Plattform für real estate und Gebäude als Produkte.

 

Bauen 4.0

Eine Anleitung in die Zukunft des Bauens
Die Bauwirtschaft verursacht mit ihrer herkömmlichen Bauweise 30 bis 40 % des heutigen Ressourcen- und Energieverbrauchs und ca. 40 % des momentanen Abfallaufkommens und CO2-Ausstoßes. Im Kontext globaler Entwicklungen wie Ressourcenverknappung, Urbanisierung und Erderwärmung, steht die Bauwirtschaft damit vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte. Verpasst sie die Wende in eine emissions- und abfallarme Zukunft, droht uns das Schlimmste. Vor diesem Hintergrund initiierte Hubert Rhomberg, Geschäftsführer der Rhomberg Gruppe, ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, ein innovatives und zukunftsfähiges Bausystem zu entwickeln.

Das Ergebnis heißt Bauen 4.0® und steht auf drei Säulen: dem Baustoff Holz, dem kybernetischen Tisch und dem Internet der Dinge. Anders als im baubegleitenden Planen üblich, planen bei Bauen 4.0® alle Baubeteiligten räumlich und zeitlich gemeinsam an einem Tisch.


Mehr Informationen und eine Leseprobe zum Bauen 4.0 auf www.bauenderzukunft.at

 

CREE

Mit unserem einzigartigen modularem Holz-Hybrid-System revolutionieren wir die Welt des Bauens. Unsere Konstruktion wurde bereits in mehreren Vorzeigeprojekten verwendet. Wir bieten eine unübertroffene Reproduzierbarkeit, Qualität und Kostensicherheit. Mit unseren speziellen und integrierten Planungs-, Fertigungs- und Montageprozessen können wir den Rohbau und die Gebäudehülle schneller als mit konventionellen Bauweisen errichten. Das Know-how von Cree ist eine nahtlose Fortsetzung der 130-jährigen Erfahrung, die unser Mutterkonzern, die Rhomberg Gruppe, in der Bauindustrie gesammelt hat. Der Erfolg basiert auf dem Einfallsreichtum des Gründers und Geschäftsführers von Cree, Hubert Rhomberg, der als innovativer Visionär den Bauprozess in jeder Hinsicht neu durchdacht hat.

Mit unserem System können unsere Kunden Holz-Hybrid-Hochhäuser mit bis zu 30 Stockwerken und einer Höhe von bis zu 100 Metern bauen. Dank der großen Spannweiten und nichttragenden Innenwände können Innenräume und Fassaden sehr flexibel und individuell gestaltet werden.

Das bewährte Holz-Beton-Hybridsystem von Cree weist im Vergleich zur konventionellen Stahlbeton-Bauweise mehrere Vorteile auf. Die Übersicht zeigt die Überlegenheit des Cree-Systems in vielen wichtigen Aspekten des Bauprozesses.

Ein Team aus Architekten und Technikern bespricht am „kybernetischen Tisch“ die Voraussetzungen und Planungsprozesse für das intelligente Gebäude mit dem Kunden. Zum Einsatz kommt die digitale Planungsmethode BIM (Building Information Modelling), mit deren Hilfe Abstimmungsprobleme und Verzögerungen der Vergangenheit angehören. Systematische und integrierte Planung, flache Koordinationsstrukturen, das Denken im Lebenszyklus und die Einbindung von vernetzten Technologien verwandeln das Gebäude der Zukunft in einen intelligenten, energieautarken Organismus. Das Gebäude besitzt keine feste Lebensdauer, da die vorgefertigten und schnell zusammensetzbaren Komponenten problemlos ausgewechselt oder „upgegradet“ werden können.

Die Vorfertigung intelligenter Komponenten im Hinblick auf die zukünftige Nutzung des Gebäudes kann als überzeugender Bruch mit der bisherigen Standard-Vorgangsweise angesehen werden.

Deshalb müssen wir das Konzept des „Bauens“ überdenken. Die Bauindustrie ist vom Fortschritt der Digitalisierung und des Internets der Dinge (IoT) nicht ausgeschlossen. Wir werden mit intelligenten Geräten arbeiten und Gebäude dementsprechend anpassen.

Mehr Informationen zu Cree auf www.creebyrhomberg.com/de/

 

 

Zitate und Statements aus der Sendung

"Ich wollte nie eine Aufgabe haben, bei der ich nur mit meinem Vater mitlaufe und seine Tasche trage."
 
"Ich hatte Glück und gute Ideen."
 
"Ich dachte damals (2001): Bevor ich die Strategie für das Unternehmen mitgestalte, sollte ich erstmal wissen, was ich persönlich will."
 

 
"Ein Auto wiegt nicht 2 Tonnen, sondern 30 Tonnen, wenn wir den ökologischen Rucksack aller Materialien mitrechnen."
 
"Um eine Tonne Kupfer zu bekommen, muss ich bis zu 500 Tonnen Natur bewegen."
 
"Unsere Baubranche ist mit 40 Prozent der größte Ressourcenverbraucher auf der Welt."
 
"Wir müssen das Bauen um den Faktor 10 dematerialisieren. Deshalb sind wir letztlich zum Holzbau gekommen."
 
 

 
"Das Hauptziel unserer Unternehmung ist unabhängig und frei zu sein. Unabhängig von Banken, Politik und einschränkenden Rahmenbedingungen."
 
"Visionär? Wenn du selbst etwas für möglich hälst, ist es für dich nicht so visionär."
 
"Der Bau war die letzten 100 Jahre sehr traditionell. Es gab zwar neue Produkte und Technik, aber das Ökosystem hat sich nicht verändert. Aber genau das passiert jetzt."
 
"Man sollte nie alle mitnehmen wollen - nur 80 Prozent."
 
"Ich musste lernen, dass - nur weil alle sagen, dass etwas passieren muss - noch lange nichts passiert. Organisationen sind stabil und träge."
 
 

Hubert Rhomberg, Cree @ Fifteen Seconds Europe 2018 

 
 
"Wahrnehmung ist für mich ein ganz zentrales Thema. Es ist wichtig, dass wir uns unserer Wahrnehmung bewusst sind und sie immer wieder hinterfragen und schärfen, weil sie unsere Realität abbildet."
 
"Die meisten Konflikte im Unternehmen werden durch Dinge getriggert, die im Unterbewussten liegen."
 
"Seit meinem 40. Lebensjahr bin ich von einer unglaublichen wachtumsgetriebenen Energie in die Stille gegangen. Ich habe gelernt zu meditieren und Yoga zu machen." 
 
"Führungskräfte, die sich nicht selbst-bewusst sind, sollten keine Mitarbeiter führen dürfen."
 
"Das größte Potenzial in Organisationen heben wir, wenn wir zulassen uns selbst zu erkennen und selbst wahrzunehmen, weil wir dann viel mehr beim Anderen sein können." 
 
 

 
"Ich glaube, dass die Zukunft von Organisationen durch Kollaboration geprägt sein wird."
 
"Vertrauen ist für mich das beste Managementkonzept. Je mehr Vertrauen in einer Organisation herrscht, desto weniger Kontrollgremien, Kontrollprozesse und Rechtfertigungen sind nötig."
 
"Wer vertraut, kann ent-täuscht werden. Das fühlt sich nicht gut an, aber die Täuschung ist dann weg."
 
"Vertrauen in Organisationen ermöglicht es jedem darüber zu sprechen, wie es ihm geht und wo er Probleme hat.
Damit können Lösungen erarbeitet werden."
 
"Wenn man sich selbst verändert, verändert man viel mehr als man glaubt."
 
 
"Auf ins Cyberland - Rhomberg Digital Days​": Big Data, CyberPhysikalische-Systeme und das Internet der Dinge (IoT) bieten Transformationschancen für die Baubranche.
 
 
"Wie müssen wir sein, damit alle Menschen hier arbeiten wollen? Das beantwortet ganz viele andere Fragen."
 
"Es ist heute schon vielen (im Bau) klar, dass die Themen Transparenz und Kollaboration die Zukunft sind."
 
"Die Erfahrung ist wichtig, wenn's kritisch wird. Aber um neue Dinge zu tun, ist Erfahrung störend." #Erfahrungsgefängnis
 
"Was uns als Menschheit am meisten nach vorne bringt, sind das Denken in Kreisläufen und Kollaboration."
 
 
LCT ONE - Der erste Holzhybridhochbau der Welt in der Innenansicht
 
 
"Wir sparen mit unseren (Holz-Hybrid-)Gebäuden 90 Prozent CO2 ein. Und mein Traum ist, dass wir gemeinsam davon 100 Objekte pro Jahr bauen und damit die komplette Welt des Bauens verändern."
 
"Dass heute jeder, der lernen will, lernen kann, ist eine riesige Chance."
 
"Ich glaube, es gibt genug Arbeit für alle. Davon bin ich überzeugt."
 
"Wir müssen positiv in die Zukunft denken. Mit den Möglichkeiten, die sich uns technologisch und in der Potenzialentfaltung unserer Persönlichkeiten bieten, heben uns selbst - aber vor alle unsere Organisationen in eine ganz andere Liga."
 
 
Auch eine Facette der Rhomberg Gruppe: Stopfmaschinen für Hochgeschwindigkeitsanlagen im Bahnbau - heute schon gesteuert durch VR und Technologie aus der Entwicklung des autonomen Fahrens
 
 
"Ich glaube, dass die technologische Entwicklung uns weniger fordern wird, als die kulturelle, die damit einhergeht."
 
"Menschen - inklusive mir selbst - sind nicht in der Lage, sich so schnell zu verändern, wie sich Technologie verändert. Und darauf müssen wir Antworten finden." 
 

 

Links zur Sendung

 

Mein Dank gilt Hubert Rhomberg für das Teilen seiner Erfahrungen und Vision sowie vor allem eine Extra-Stunde nach dem offiziellen Ende des Querdenker-Retreat der Open Mind Academy im Kloster Rheinau im Januar 2019.

Und Manuela Palla und Christophe Soutter von der Open Mind Academy für ein fantastisches Event mit einem ganz eigenen, wunderbaren Spirit und die Gelegenheit in dieser Stimmung zu audiografieren.

 

 

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