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motcast #65

Veränderung begegnen - eine Lebensphilosophie

Harry Flatt-Heckert
Special Guest Harry Flatt-Heckert

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Harry Flatt-Heckert

Veränderung begegnen - eine Lebensphilosophie (065)

Das Leben kommt bekanntlich von vorn und es liegt an uns, wie wir den positiven und ungewünschten Veränderungen begegnen, die es mit sich bringt. Zu Gast bei #MoTcast Host Ingo Stoll ist der freie Theologe, Autor und Philosoph Harry Flatt-Heckert, der Menschen in allen Lebens- und Veränderungssituationen begleitet. Es geht um Erfahrungen, die Bedeutung sozialer Systeme und ganz viel echtes Leben dazwischen.

Zitate und Statements aus der Sendung

Tweet-Empfehlungen:


 

Weitere Zitate und Statements:

"Mich hat schon sehr früh die Frage bewegt: Was steckt hinter allem? Gibt es da so etwas wie Gott, Fatum, Schicksal? Gibt es da einen Plan?'"

"Wenn es etwas gibt, was über mein Leben bestimmt - außerhalb von mir - dann will ich das so erstmal nicht zulassen, denn es ist mein Leben."

"Gelernt haben wir alle, dass der liebe Herrgott schaltet und waltet nach seinem Gutdünken. Und ich fand dieses Gutdünken eben meistens nicht gut."

"Ich habe gemerkt, wie gut mir die Arbeit mit Menschen gefällt - und wie schwer es mir fällt, mich im Gedankensystem Kirche zu bewegen."

"Das System Kirche lehne ich komplett ab. Ich verabscheue es. Aber die Arbeit mit Menschen (Seelsorge) will ich weitermachen."

"Wir Menschen neigen dazu an Dingen festzuhalten, weil wir sie schätzen und einschätzen können. Aber dieser Planet dreht sich - in einem sich drehenden Sonnensystem - in einer sich drehenden Galaxie ... deshalb ist gehört Veränderung unabdingbar dazu. Nichts bleibt statisch."

"Auch wenn wir vor Veränderung Angst haben, ist sie Teil einer wichtigen Entwicklung. Wir können uns nicht ohne Veränderung weiterentwickeln."

"Veränderung ist positive Kraft."

"Wenn ich auf meine Eltern gehört hätte, wäre ich heute wahrscheinlich noch Speditionskaufmann."

"Wenn uns Schicksalsschläge begegnen, ist da augenscheinlich nichts Positives drin. Aber es geht um die Haltung die man dazu einnimmt."

"Wir müssen uns auf die Suche nach ganz neuen Antworten machen."

"Häufig höre ich die Frage nach dem Warum?! Es gibt eine Antwort auf diese Frage, aber es ist eine, die wir nicht hören wollen. Die Antwort lautet: Ja, sowas kann uns passieren. Das ist das Leben. Da steckt kein Plan hinter."

"Leben ist etwas Organisches. Da kann auch etwas schief gehen."

"Wir müssen erstmal das Schicksalhafte rausnehmen. So etwas kann uns passieren."

"Wir müssen lernen, Veränderungen anzunehmen - auch wenn es uns noch so schwerfällt. Wenn wir das tun, dann enden wir an einem Punkt, an dem wir uns nicht mehr weiterentwickeln. Dann endet im Grunde unser Leben."
"Es geht darum, dass die Dinge wieder einen Wert bekommen."

"Mehr als zu sagen 'Unsere Zeit liegt in Gottes Händen' ist der Kirche nicht möglich. Das hört sich ganz nett an, aber es erreicht die betroffenen Menschen gar nicht. Die Fragen, die diese Menschen mitbringen, hatten gar keinen Raum - geschweige denn Antworten."

"Es gibt eine große Entfremdung mit der Kirche."

"46 Prozent derjenigen, die ich beerdige, sind in der Kirche. Dort könnten sie die Feier bzw. Dienstleistung kostenlos in Anspruch nehmen. Sie geben aber lieber viel Geld für eine freie Begleitung aus. "

"Die meisten sozialen Systeme versuchen durch Rückwärtsgewandtheit etwas zu konservieren - was aber Schwachsinn ist."

"Ich kann nicht auf die Veränderung mit dem Festzurren des Alten reagieren."

"Wenn man unsere Zeit kategorisieren wollte, dann sind wir im Poststrukturalismus angekommen."

"Ja, es ist wirklich Zeit für etwas Neues."

 



"Es wird Verluste geben, aber ich glaube nicht, dass die Menschheit sich damit zufrieden gibt, dass alles den Bach herunter geht. Das wird sie nicht tun."

"Vielleicht ist das, was wir gerade erleben die Initialzündung um zu sagen: Wir müssen komplett etwas Neues machen. Es reicht nicht, den Spritverbrauch eines Autos um einen halben Liter zu reduzieren. Das System hat ausgedient."

"Wir müssen begreifen, das unser altes System - unsere alte Weltordnung nicht mehr funktionieren."

"Wir sind keine diskursive Gesellschaft, aber genau das müssten wir sein."

"Was wir bekommen sind Beruhigungspillen eines Systems, das am Ende ist."

"Wir erleben die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen."

"Ich fürchte, dass Hölderlin recht hat, wenn er sagt 'Kein Fortschritt ohne Krise'. Wie diese Krise aussehen wird - ob es Kriege geben wird - ich weiß es nicht. Ich habe aber immer noch die Hoffnung, dass es genügend Menschen geben wir, die dann sagen werden 'So nicht'."

"Wir müssen doch die Tiefe der Problematik erkennen, die dahinter steckt. Da können wir nicht mit einfachen Antworten à la Seehofer und AfD kommen."

"Ich würde mir wünschen, dass mehr Eltern ihre Kinder in die Freiheit entlassen - sie ermutigen, etwas Neues zu machen. Unsere Gesellschaft da ist schlecht erzogen."

"Wir haben eine klägliche Kultur des Scheiterns."

"Die Geschichte von Apollo 13 ist für mich ein Paradebeispiel für ein Sinnbild der Zukunft - 400.000 Km entfernt, über Grenzen hinweg, über Generationen hinweg eine Lösung finden mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen. Eine echte Mutmachgeschichte. Faszinierend."
 

Leseempfehlungen - Bücher von Autor Harry Flatt-Heckert 

Alle Bücher findet ihr mit Bestellmöglichkeiten auf 'Schreiberei' - die Autorenseite von Harry Flatt-Heckert (www.harry-flatt-heckert.de).

 
 
Diese drei habe ich gelesen und kann sie euch sehr ans Herz legen. Weitere findet ihr auf der Autorenseite.
 

Shownotes and Links

 

 

Unser Gespräch haben wir in Harry's Garten aufgenommen, mit Kaffee, erfrischendem Wasser und zeitweise etwas Wind ;).

Mein Dank gilt Harry für seine Zeit, seine Offenheit, all seine Veränderungsbegleitung in positiven Momenten und das Wissen, dass er auch da wäre, wenn es die ungewollten sein sollten.