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motcast #63

Transformation nach dem Tod - Geschichten einer neuen Bestattungskultur (063)

Sven Friedrich Cordes
Special Guest Sven Friedrich Cordes

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Sven-Friedrich Cordes

Transformation nach dem Tod - Geschichten einer neuen Bestattungskultur (063) 

 

Der Standard in Sachen Trauer- und Bestattungskultur hat sich seit Ende des 18. Jahrhunderts im Grunde kaum verändert. Jetzt wird es Zeit für eine echte Transformation: human- und kundenorientiert, offen und menschlich. Dafür kämpft Bestatter und Familienunternehmer Sven Friedrich Cordes. Im #MoTcast Talk mit Gastgeber Ingo Stoll spricht er über seine Vision, neue Optionen und den langen Weg der Kulturveränderung für eine der letzten Beharrungsbastionen unserer Gesellschaft. In diesemSinne: "Holen wir den Tod zurück ins Leben"!

 

"Ohne den Tod könnte ich nicht leben. Und das ist paradox genug."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Während ein Großteil der Bestattungen heute noch in Särgen stattfindet, die seit 50 Jahren unverändert hergestellt werden, bin ich der Meinung, dass die Generation Y nach neuen Gestaltungsmöglichkeiten in der Bestattungskultur verlangt."

Das Ziel: Den Diskurs über Tod und Sterben wieder dahin zurückzubringen, wo er eigentlich hingehört: In die Mitte der Gesellschaft.

 


Sven Friedrich Cordes auf der 12min.me-Bühne im TRANSFORMATIONSWERK Hannover.

 

Zitate und Statements aus der Sendung

"Die Bestattungskultur sollte den Menschen dienen - und nicht umgekehrt."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Es gibt keine Branche in Deutschland, die so innovationsfeindlich ist, wie die Bestattungsbranche."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Ich probiere ganz behutsam, die Bestattungskultur auf das Niveau von 2018 zu bringen."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Das Angebot der Bestattungsbranche geht so dermaßen an den Bedürfnissen vorbei, weil niemand sich die Mühe macht, zuzuhören."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Die meisten Bestattungsunternehmer haben nur eine Qualifikation: Sie sind Söhne oder Töchter."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Ihr werdet schon sehen, ich werde das auf eine neue Ebene heben."
[Sven Friedrich Cordes]

 


Ein Ort vom Leben und vom Tod - das ist der Arbeitstitel für das neue Bestattungsinstitut mit integrierter Gallerie direkt im bunten Stadtteil Linden (Hannover). Hier plant Sven Friedrich Cordes Ausstellungen, Impulsvorträge, Lesungen und den unbefangenen Austausch.

 

 

"Wir sind Meister in der Verdrängug des Todes. Der Tod ist immer der Tod der anderen."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Ich plädiere für einen offenen Umgang mit dem Tod, denn wir können davon profitieren."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Ich würde niemals privat Schwarz tragen."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Die Friedhofskultur in Deutschland ist um 1870, 1880 entstanden."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Schwarze Anzüge tragen, wenn ihr euch darin unwohl fühlt? Warum macht ihr das? Für wen macht ihr dieses Schauspiel? Warum tragt ihr nicht Shorts und Hawaihemden?"
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Ich versuche, meinen Kunden Mut zu machen, ihrem Gefühl zu folgen - statt eine Inszinierung für die Nachbarn aufzuführen."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Die Bestattungskultur in Deutschland im Jahr 2018 wird als notwendiges Übel gesehen."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Die Veränderung in der Branche kam durch den Wegfall des Sterbegeldes im Jahr 2003. Dann kamen die Innovationen."
[Sven Friedrich Cordes]

 


Särge mit Helloween-Motiven? Auf den Bestatterkonferenzen in Amerika ist er regelmäßig zu Gast und sucht Innovationen und Gespräche über eine neue, offener und kundenorientierte Form der Bestattungskultur.

 

"Nur weil ein geliebter Mensch stirbt, heisst es nicht, dass die Welt aufhört sich zu drehen."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Es ist für mich tief befriedigend, Menschen in den Extremsituationen des Todes helfen zu können."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Ich möchte nicht, dass meine Kunden für das bewertet werden, was sie tun. Und wenn sie Bier trinken wollen und Heavy Metal hören wollen, dann ist das so."
[Sven Friedrich Cordes]

 


Podcasten im Bestattungsinstitut: Zu Gast bei Sven Friedrich Cordes - mitten im Leben zwischen Fahrrädern, Kunst, Särgen und anderen Holzkisten. 

 

"Demografischer Wandel bedeutet: Menschen sterben heute entweder ganz früh oder ganz spät."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Die Amerikaner gehen an das Thema Bestattungen gänzlich unbefangen ran. Särge mit Helloweenmotiven? Kein Problem."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Der Amerikaner sagt: You can't say funeral without sayin' fun."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"In Japan fahren Roboter im Abschiedszentrum ins Hochregal, holen die Urne deiner Angehörigen und bespielen Lichtstimmung, digitale Bilderrahmen und Musik nach deinen Präferenzen. Wunderbar."
[Sven Friedrich Cordes]

 

Persönlicher Urnentransport per Rennrad: Abholung einer Urne vom Partner Feuerbestattungen in Hildesheim. Cordes bietet seinen Kunden den individuellen Urnentransport per Fahrrad oder klassisch mit dem Auto als Alternative zum bisher üblichen Urnenversand per Post an. 

 

"Wir haben eine neue Generation von Bestattungskunden, die das herrschende Prozedere kritisch hinterfragen?"
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Die Branchenverbände sind eher konservativ unterwegs, aber Bremen hat den Friedhofszwang schon massiv gelockert. Und das macht mir Mut."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Viele in unserer Branche verstehen noch nicht mal ansatzweise, was sich gerade verändert. Wenn der Friedhofszwang wegfällt, dann werden wir eine wunderbare Marktbereinigung erleben."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Niemand geht freiwillig in ein Bestattungsinstitut. Das möchte ich ändern."
[Sven Friedrich Cordes]

 

"Ich kann die Faszination für Transhumanimus und ewiges Leben verstehen. Aber ich bin der Meinung, ein Leben sollte ein Leben bleiben. Ohne Lebensqualität ist es eine rein körperliche Existenz. Das sollten man nicht vergessen."
[Sven Friedrich Cordes]


 

Shownotes und Links:

Mein Dank gilt Sven Friedrich Cordes für einen außerordentlich inspirierenden Nachmittag an einem sehr außergewöhnlichen Ort.