English

#MoTcast

motcast #55

Macht4.0 - Der neuen Arbeit fehlen die neuen Konzepte

Dr. Andreas Zeuch
Special Guest Dr. Andreas Zeuch

Download (Episode 055)

Special Guest: Dr. Andreas Zeuch

Es wird viel über die "Neue Arbeit" geredet - doch wo bleiben die Konzepte, die wirklich die Kraft zum Umbruch besitzen? Wie kann und warum muss uns der Ausbruch aus der oft traurigen Wirklichkeit der Unternehmens(mit)gestaltung gelingen? Im neuesten #MoTcast spricht Ingo Stoll mit Unternehmensdemokrat, Autor und Freiheitskämpfer Dr. Andreas Zeuch.

 

„Der neuen Arbeit fehlen die neuen Konzepte.“
[Andreas Zeuch]

 

 

Über Andreas Zeuch

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Allerorten ist die Rede von Neuer Arbeit, Arbeit 4.0Digitaler Transformation und dergleichen mehr. Auch die Politik sieht großen Handlungsbedarf, wie verschiedene Programme belegen: „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“, „Arbeit in der digitalisierten Welt“ oder ganz global „Zukunft der Arbeit“. Kurzum: Ich will einen Beitrag dazu leisten, dass die Arbeit der Zukunft menschlicher wird: Selbstbestimmt, co-creativ und am Gemeinwohl orientiert.

 

Kurzvita: Ich begleite und unterstütze seit 2003 als selbstständiger Berater, Trainer, Coach und Autor Organisationen. Anfänglich lag der Schwerpunkt auf der Professionalisierung individueller EntscheidungsKompetenzen, organisationaler EntscheidungsKultur und des operativen EntscheidungsDesigns. Daraus entwickelte sich der Fokus „Unternehmensdemokratie“: Wie können Organisationen zum Vorteil für alle beteiligten „Arbeitgeber und -nehmer“ sowie alle weiteren Stakeholder demokratisch(er) organisiert werden?

Ich bin zertifizierter Dialog-Begleiter, NLP-Trainer und habe diverse Aus- und Weiterbildungen zu Systemischer Beratung, Organisationsaufstellung und Projektmanagement abgeschlossen. Darüber hinaus leite ich ein Unternehmenstheater, in dem wir die Vorzüge von ausgearbeiteten Inszenierungen und  Improvisationstheater nutzen. Dieses Vorgehen ist für Großgruppenveranstaltungen bei Transformationsprozessen äußerst nützlich, insbesondere um emotional schwierige Themen erfolgreich zu bearbeiten.

 

 

Alle Macht für niemanden - Aufbruch der Unternehmensdemokraten

Unternehmensdemokratie? Wo kämen wir denn da hin? Schließlich brauchen wir erstens nicht nur Häuptlinge, sondern auch Indianer. Zweitens sind Unternehmen keine demokratische Veranstaltung, denn wenn alle mitmischen, dauern Entscheidungen zu lange. Und überhaupt: Weder wollen noch können Mitarbeiter Verantwortung übernehmen. Basta!

Irrtum. Andreas Zeuch widerlegt anhand exklusiv recherchierter, ausführlicher Fallbeispiele die Argumente gegen Unternehmensdemokratie. Denn es gibt sie längst, die Unternehmen, die teils seit Jahrzehnten nicht trotz, sondern aufgrund ihrer Demokratie überaus erfolgreich wirtschaften.

Eine Leseprobe findet sich ebenfalls auf seiner Website unternehmensdemokraten.de

 

 

Zitate und Statements aus der Sendung:

„Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Arbeit wieder Freude macht.“
[Andreas Zeuch]

„Ich glaube, dass Menschen grundsätzlich kreativ sind. Es muss dabei nicht die Marsbesiedlung sein, es reicht auch im Kleinen.“
[Andreas Zeuch]

„Irgendwann sind wir so eingenordet, dass das Kreative nur noch für bestimmte Gruppen von Menschen erlaubt wird.“
[Andreas Zeuch]

 

„Es ist von zentraler Bedeutung, dass sich vor allen Dingen das Top-Management zu einem positiven Menschenbild verpflichtet fühlt. Sie müssen auch ihre Veränderungsprozesse als Mensch mit einbringen.“
[Andreas Zeuch]

„Es ist eigentlich alles nichts Neues, aber jetzt ist der Wandel noch mal intensiviert und beschleunigt worden.“
[Andreas Zeuch]

„Viele, die heute das Wort von der 'Neuen Arbeit' in den Mund nehmen, wissen nicht mal mehr, wo es eigentlich herkommt.“
[Andreas Zeuch]

„Das Ursprungskonzept von Frithjof Bergmann von Neuer Arbeit sah dreit Teile vor:
1. Die Reduktion der 'normalen Arbeit' auf maximal die Hälfte.
2. Das Auffüllen der anderen Hälfte mit Arbeit, die ich wirklich wirklich will.
Und 3. Hightech-Subsistenzwirtschaft.
Und genau damit war er absolut visionär.

[Andreas Zeuch]

Anm.: Hört hierzu gerne den
#MoTcast (026) mit Ricardo Ferrer zu neuer Dezentralisierung und Subsistenzwirtschaft nach der vollständigen Digitalisierung.

 

„Wir sehen einen Ausverkauf der Themen. Wir brauchen ständig eine neue Mode. Über die 'Lernende Organisation' beispielsweise spricht heute keine Sau mehr.“
[Andreas Zeuch]

„Ich versuche das Denken nicht aufzugeben.“
[Andreas Zeuch]

„Überzeugender (als Frithjof-Bergmann) fände ich, wenn Menschen überwiegend das machten, was sie wirklich wirklich wollen - und damit ihren Lebensunterhalt verdienen.“
[Andreas Zeuch]

„Die Transformation von Arbeit ist auch ein politischer Akt - im Sinne eines ursprünglichen Politikverständnisses - die ganz explizit Auswirkungen auf die Machtverhältnisse einer Organisation hat.“
[Andreas Zeuch]

„Es kann sehr schnell passieren, das Unternehmen mit Führungskräftewahlen scheitern.“
[Andreas Zeuch]

„Wie erfolgreich ist den Wählen als demokratischen Konzept oder Konzept der Partizipation?!“
[Andreas Zeuch]

„Wir haben ein riesiges Kompetenzproblem bei den Wählern.“
[Jason Brennan]

„Ich hab das innere Bild der Organisation als Organismus - und nicht als Maschine.“
[Andreas Zeuch]

„Wir leben hier in einem privilegiertem System - das ist Einigen nicht mehr bewusst.“
[Andreas Zeuch]

„Es nutzt nichts, über die Leute zu schimpfen, sondern dann sollten wir lieber tätig werden. Ich versuche meinen Beitrag zu tun.“
[Andreas Zeuch]

 

Shownotes und Links

 

Vielen Dank an Andrea Zeuch für einen Vormittag entspannter Berliner Kaffeehaus-Atmosphäre und den Aufruf zur Demokratienachhaltigkeit.